Von Österreich bis nach Montenegro – Roadtrip Erlebnisbericht #5

Wer Küstenstraßen und Abenteuer liebt, ist hier genau richtig! Durch meine Erlebnisse und Erfahrungen, die ich auf einem drei-wöchigen Roadtrip quer durch Kroatien sammeln konnte, könnt ihr hoffentlich Inspiration, Tipps und Mut schöpfen, um eure eigene Reise zu starten.

In den letzten Artikeln habe ich berichtet, wie wir von Österreich aus nach Bled gestartet sind, uns die Küste von Istrien angesehen haben und von Klippen gesprungen und mit Pferden geschwommen sind. Dann ging es weiter nach Krk wo wir ein verlassenes Hotel besichtigt haben und über Split nach Dubrovnik, wo wir einige Tage geblieben sind und einen Tagesausflug nach Montenegro unternommen haben.


Auf nach Sarajevo, Bosnien

Nachdem wir uns ganz bis in den Süden vorgekämpft hatten, mussten wir auch schon wieder umdrehen und den Heimweg antreten, diesmal führte uns die Reise nach Bosnien. Wir hatten uns schon vorher geeinigt, dass wir in Bosnien nur in der Hauptstadt übernachten würden, da dieses Land nicht gerade zu den sichersten zählt. Deshalb haben wir von Kroatien aus dort ein Apartment gebucht und es hat alles gut funktioniert. Obwohl wir als drei junge Mädchen allein unterwegs waren, haben wir in keinem der bereisten Länder deswegen etwas Negatives erlebt. Es gab weder Zwischenfälle oder SItuationen in denen wir uns unsicher gefühlt hätten, noch wurden wir benachteiligt oder anders behandelt. Trotzdem möchte ich euch hier noch einmal ans Herz legen, dass ihr auch solche Dinge im Vorhinein bedenken solltet. Nicht in jedem Land ist es sicher, alleine unterwegs zu sein und oft hat man es als Frau noch schwerer. Lasst euch bitte nicht davon abschrecken, aber bedenkt es bei der Planung und behaltet es auch immer wieder im Hinterkopf!

Sarajevo ist eine sehr hübsche Stadt, mit hinreisenden Teelokalen und vielen Shisha-bars. Hier haben wir auch etwas Geschichte erlebt. Bosnien ist generell ein sehr billiges Land, ein Euro sind umgerechnet zwei Bosnische Mark und für schon eine halbe bosnische Mark gibt es eine Kugel Eis. Selbst nach dem Volltanken hatten wir noch mehr als genug umgewechseltes Geld übrig. Geheimtipp: Auf der Reise durch Bosnien solltet ihr unbedingt die kleine Stadt Mostar besuchen, sie ist zauberhaft und die berühmte Brücke von Mostar gibt ein tolles Fotomotiv.

Wanderung bei den Plitvicer Seen, Kroatien

Ein weiterer Fixpunkt am Heimweg waren für uns die Plitvicer Seen. Wer dort eine Wanderung macht, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: das türkisblaue Wasser braucht definitiv keinen Filter mehr. Die Wege sind toll angelegt, so dass man die Seen und Wasserfälle von oben betrachten kann, aber teilweise auch über Stege über den Seen selbst spazieren geht. Fische und Enten lassen sich in der unberührten Natur von Besuchern auch nicht stören. Bei unserer kleinen Wanderung sind wir auf eigene Faust die Hauptwege entlang spaziert und haben die Natur genossen. Man kann hier aber auch größere Touren machen und mehrere Stunden lang durch den Nationalpark wandern. 

Wir haben auch hier wieder in der Nähe ein Apartment gefunden. Am nächsten Tag ging es dann Richtung Slowenien, wo wir erneut übernachtet haben, und von dort aus dann wieder ab nach Hause. Ein Punkt den wir leider nicht abhaken konnten: Einmal im Auto übernachten. Das ist in vielen Ländern leider verboten, da es zu Wildcamping zählt, genauso wie am Strand schlafen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Fazit

Also unser Roadtrip war auf jeden Fall die Mühen und Kosten wert. Für interessierte: wir waren drei Wochen unterwegs und der Kostenpunkt lag bei etwa 1000€ pro Person, dabei haben wir insgesamt vier Länder (Österreich ausgenommen) bereist. Inkludiert in diese Rechnung sind unter anderem das Essen, das wir mitgenommen hatten, der Treibstoff für die Reise, Übernachtungen auf diversen Campingplätzen und in einigen Apartments und Eintritte und Erlebnisse die wir uns dort gegönnt haben. Wir haben keine einzige Mautstraße befahren, da erstens, die Gebühren dadurch natürlich wegfielen, und zweitens, wir so etwas abseits die Landschaft genießen und tolle Plätze entdecken konnten. Es war nicht immer alles toll und wir sind oft auf Hindernisse gestoßen, bei denen die ein oder andere Träne geflossen ist, aber wenn ich so zurückschaue, überwiegen auf jeden Fall die guten Erinnerungen.

Wie sieht es bei euch aus? Kribbelt es euch jetzt auch schon in den Fingerspitzen, sich einfach die Autoschlüssel zu schnappen und drauf-los-zu-fahren? Also bei mir ist bereits der nächste (Kurz-) Roadtrip geplant!


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So plant ihr euren Roadtrip

Teil eins unserer Reise

Teil zwei unserer Reise

Teil drei unserer Reise

Teil vier unserer Reise