Jubiläumsfeier mit Musical-Atmosphäre – DREAM THEATER in München

Am Sonntag, den 9. Februar 2020, besuchte die amerikanische Progressiv-Metal-Band DREAM THEATER das Zenith in München um ihr aktuelles Album "Distance Over Time" vorzustellen und das 20-Jahr-Jubiläum ihres Meisterwerks "Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory" zu feiern.

Pünktlich um 19.00 Uhr startet auf der bühnenbreiten Leinwand ein kurzes Video, das die musikalische Historie von DREAM THEATER erzählt. Die Progressive-Metal-Band, die bereits 1985 unter dem Namen MAJESTY gegründet wurde, präsentiert im Rahmen der aktuellen Tour ihr vierzehntes Studioalbum „Distance Over Time“. In der Mitte der Bühne steht der dem Coverbild nachgeahmte Mikrofonständer mit einer Computerhand, die einen Totenkopf hält. Der Reihe nach betreten Schlagzeuger Mike Mangini, Keyboarder Jordan Rudess, Bassist John Myung, Gitarrist John Petrucci und Sänger James LaBrie die Bühne und baden sich in den Jubelstürmen ihrer Fans. Mit der ersten Single des neuen Albums, „Untethered Angel“, startet das Quintett in ihren perfekt inszenierten Abend. Die erste Stunde widmet DREAM THEATER dem aktuellen Album, es ist übrigens das erste Album, das es auf Platz eins der deutschen Charts schaffte. Immer wieder verlässt Sänger James LaBrie die Bühne um den vier Musikern Raum für ihre Kompositionen und Soli zu lassen.

Nach einer fünfzehnminütigen Pause beginnt dann der feierliche Teil des Konzertabends – das fünfte Studioalbum „Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory“ feiert 20-Jahr-Jubiläum und DREAM THEATER zelebriert dies, indem sie das Album in voller Länge von Anfang bis Ende durchspielen. Das Album erzählt in zwei Akten die Geschichte des fiktiven Nicholas, der von wiederkehrenden Träumen geplagt wird und deshalb einen Hypnosetherapeuten aufsucht. Seine Träume offenbaren die Wiedergeburt von Vitoria Page, die 1928 mit ihrem Lebensgefährten, von dessen Bruder Edward Baynes ermordet wurde, der allerdings ungestraft davonkommt. Musikalisch ist „Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory“ wie eine Oper aufgebaut. Bestimmte Motive und ihre Variationen treten immer wieder auf und schaffen damit zwischen den einzelnen Stücken Zusammenhänge. Live gespielt erinnert die Inszenierung an ein progressives Musical. Keyboarder Jordan Rudess leitet die anderen Musiker als Dirigent an während Schlagzeuger Mike Mangini das Erzähltempo lenkt. Sänger James LaBrie erzählt die Geschichte, begleitet von den Fans, die vom Anfang bis zum Ende mit Herzblut mitsingen. Für die Spannungsbögen sorgen Bassist John Myung und Gitarrist John Petrucci, der sich mit seinen Soli mit Jordan Rudess abwechselt. Nach knapp 90 Minuten verlassen die Musiker unter tosendem Applaus die Bühne.

Der Mikrofonständer, der für den zweiten Teil des Konzertes ausgetauscht wurde und ein goldenes, aufgestelltes Unendlich-Zeichen trug, wird erneut getauscht. Als Zugabe gibt es die fünfte Singleauskopplung des aktuellen Albums, „At Wit’s End“. Das Quintett bedankt sich nach einem Erinnerungsfoto beim jubelnden Publikum und versprechen eine baldige Rückkehr. Nach knapp drei Stunden voller anspruchsvoller Musik, verlassen die bunt gemischten Fans aller Länder und Altersstufen glücklich und zufrieden, das Zenith in München.