Wie man die Zeit trotz Ausgangsbeschränkung sinnvoll nutzen kann

Das Corona-Virus zwingt die Menschen weltweit dazu, so gut es geht zuhause zu bleiben, eine Vorsichtsmaßnahme, die sehr wichtig ist, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Wie die Zeit zu Hause aber sinnvoll genutzt werden kann, erfährt ihr hier.

Nur im Haus oder der Wohnung bleiben klingt erst einmal ganz schön langweilig. Nur mehr zum Einkaufen, in manchen Fällen Arbeiten und kurz spazieren gehen raus? Ein für die meisten sehr ungewohnter Alltag. Allerdings gibt es auch zuhause etliche Möglichkeiten, diese Zeit jetzt sinnvoll zu nutzen.

Das schöne Wetter genießen

Drinnen bleiben heißt nicht gleichzeitig nur drinnen sitzen. Kurze Spaziergänge ALLEINE sind überall gestattet und auch zum Laufen kann man noch raus. Wer am Land wohnt hat natürlich den Vorteil, sich draußen frei zu bewegen, ohne große Einschränkungen. Doch auch in der Wohnung kann man noch das schöne Wetter genießen. Wie wäre es zum Beispiel, ein paar Stunden der Arbeit im Home-Office auf den Balkon oder die Terrasse zu verlegen? Das hat doch gleich einen viel größeren Reiz, als Stundenlang unter dem künstlichen Licht im Büro zu verbringen.

Eine Sport-Routine entwickeln

Genau jetzt ist die Zeit, sich den Sport, am besten gleich nach dem Aufstehen, zur Routine zu machen. Eine halbe Stunde Yoga oder Stretching gleich am Morgen, helfen, den Tag mit dem richtigen Schwung zu starten und brauchen weder viel Platz noch Materialien. Am schönsten ist es, dabei auch noch den Sonnenaufgang zu genießen. Wer lieber Muskeltraining macht, kann auch das leicht zu Hause fortführen. Übungen wie Sit-ups und Push-ups brauchen nur eine Matte zum Unterlegen, für einen Wall-sit braucht man nicht einmal das. Anstatt Hanteln kann man einfach zwei Wasserflaschen zu Zusatzgewichten umfunktionieren.

Zuhause das SPA-Gefühl erleben

Wenn man so lange in der Wohnung sitzt, bietet es sich an, die Zeit auch einmal für sich selbst zu nutzen. Das Spa-Erlebnis für zuhause kann man sich ganz einfach selbst machen. Gesichts -und Haar-Masken lassen sich mit wenigen Zutaten schnell herstellen und ein Schaumbad mit der Lieblingsmusik zum Mitsingen hilft super beim Relaxen. Für die Dusche gibt es Aroma-Bomben, die das Duscherlebnis gleich viel entspannender machen.
Jetzt, wo man nicht mehr aus dem Haus darf, kann man auch die Haut etwas atmen lassen, und in dieser Zeit auf Make-up verzichten.
Mehr Self-care Tipps gibt es hier.

Neue Hobbies finden

Vor allem diejenigen, die jetzt weder zur Arbeit, noch diese von zu Hause aus erledigen können, müssen sich jetzt eine neue Aufgabe suchen, der sie in den nächsten Tagen nachgehen können. Vor allem künstlerische Hobbies kann man gut in der Wohnung oder im Haus beginnen. Zum Beispiel Malen und Zeichnen, oder Nähen und Stricken sind tolle Indoor-Aktivitäten, oder vielleicht versucht man es doch nochmal mit dem lange vergessenen Instrument, das noch in der Ecke liegt? Auch die lange Leseliste kann man in dieser Zeit jetzt einmal abarbeiten. Wer jetzt auch traurig darüber ist, dass die Restaurants zu haben, kann sich ja selbst einmal am Kochen versuchen und auch so vielleicht ein neues Hobby entdecken.

Frühjahrsputz

Wer jetzt daheim viel Zeit hat kann sich auch endlich einmal um angestaute Arbeiten kümmern. Einfach mal das ganze Haus so richtig durchputzen, am besten gemeinsam mit den Mitbewohnern, und auch die eher gemiedenen Orte, wie Garage und Dachboden gründlich aussortieren. Auch den Kleiderschrank kann man jetzt in Ruhe ausmisten. Auch digital sammelt sich viel Datenmüll an, den es zu sortieren gilt. Vielleicht müssen ja die letzten Urlaubsfotos noch zu einem Fotobuch zusammengestellt werden? Oder es gibt im Home-Office genug zu tun, zu dem man in der Firma nie kommt.
Wie man sich den Arbeitsplatz zu Hause einrichten kann, erfahrt ihr hier.
Wie wäre es mit der 40-Tage-Aufräum-Challenge, die wir euch schon hier vorgestellt haben?

Zeit mit den Mitbewohnern verbringen

Die einzigen sozialen Kontakte im Moment, sind die, mit den in unserem Haushalt lebenden Personen – meistens sind das die Familie, oder ein paar Mitbewohner. Wer nicht alleine wohnt kann jetzt Zeit sinnvoll mit diesen Menschen nutzen. Man kann zum Beispiel wieder einmal die alten Brettspiele ausgraben, oder einen gemütlichen Filmabend auf der Couch machen. Auch gemeinsame Familienessen lassen sich jetzt viel besser koordinieren.

Freunde treffen, aber digital

Natürlich will man sich jetzt auch nicht komplett von dem eigenen Freundeskreis abschotten, und in unserer heutigen Zeit ist es ja auch kein Problem mehr, sich digital zu vernetzen. Aber immer nur SMS schreiben, wird auf Dauer auch anstrengend und kann sehr unpersönlich sein. Ein Videoanruf um mit allen gleichzeitig einen Kaffee zu trinken und über alles Mögliche zu plaudern ist fast schon ein Kaffee-Haus-Treff. Oder wie wäre es mit einem Filmabend? Einfach auf einen Film einigen, Kopfhörer rein, Handy auf Lautsprecher und zugleich Start drücken. Schon kann man sich gleichzeitig denselben Film ansehen und auch gleich darüber reden. Auch viele PC- oder Konsolen-Spiele bieten online-modi an. Anstatt mit fremden Menschen zu spielen, kann man doch mal mit den „Real Life“ Freunden online zocken.

Also: Dass wir alle zusammen arbeiten und uns an die Vorschriften halten, ist im Moment das wichtigste. Aber nur weil wir an unser Haus gefesselt sind, heißt das nicht, dass wir jetzt zwei Wochen lang Löcher in die Luft starren müssen! Mit diesen Aktivitäten fällt es doch gar nicht mehr so schwer, zuhause zu bleiben, und bevor wir uns versehen, kehrt auch schon wieder Normalität in unser Leben ein. Viel Spaß beim Produktiv sein, und Hände waschen nicht vergessen!


Mehr Infos zum Coronavirus gibt es auf der Website des Sozialministeriums.